Wie lange hatten wir schon trainiert um besser als letztes Jahr zu werden. Die Zeit schien endlos und doch war es am 19.08.2006 wieder soweit - es war der Tag der O-See Challenge. Heute sollte sich nun also zeigen, wozu man die vergangenen Monate trainiert hat.


Der Tag fing schonmal richtig gut an. Sonnenschein, wohin man auch sah. Das ganze Gegenteil zu den vergangen verregneten Tagen.

Kurz nach halb 12 fuhren wir mit Henkman zusammen zum See und mussten uns schon etwas beeilen, da die Frist zum Abholen der Startunterlagen 12 Uhr zu Ende war. Am See angekommen traf ich auch den Rest meines Teams. Jürgen und Tino aus Dresden waren eher am See, als ich, welcher nur aus Zittau kommt ;)

Nun hieß es warten bis zum Start. irgendwann zwischen halb und um eins sind wir rüber zum Steg gegangen, damit Jürgen anmelden und sich auf den Start vorbereiten kann. 13 Uhr fiel der Startschuß für die Einzelkämpfer über die Originalstrecke, 10 Minuten später ging es für die Starter der reduzierten Strecke los und 13:20 waren endlich die Teams an der Reihe.

Jürgen machte seine Sache gut und schwam in 21 Minuten und 38 Sekunden die 1100m lange Strecke ab. Irgendwie hab ich ihn beim Lauf zur Wechselzone aber verpasst und habe leider kein “Aktion” Foto von ihm - Jürgen, das müssen wir noch nachholen 8-)

Jetzt war Tino an der Reihe und mußte, grob gesagt, mit dem Fahrrad einmal auf den Hochwald und zurück. Leider war die Kennzeichnung der Strecke wohl nicht so perfekt. In Oybin folgte er einen anderen Fahrradfahrer, welcher aber kein Teilnehmer des OSC war, wie es sich nach einigen Extrakilomtern herausstellte. Als nächste wurde noch ein kleines Extrabergtraining eingebaut und mal kurz nach Eichgraben weitergefahren. Am Ende waren es um die 7 km mehr auf die gesamte Strecke was sich dann auch in der Zeit niederschlug. Tino war nach einer Stunde, 51 Minuten und 36 Sekunden wieder zurück.

Ich stand in der Zwischenzeit schon eine ganze Weile in der Wechselzone und wurde immer unruhiger, als einer nach den anderen die Wechselzone verließ. Zum Glück war Anita da, mit der ich mich eine Zeit unterhalten hatte und so etwas abgelenkt wurde. Plötzlich rief Anita “Hey, der Tino kommt …”.

Verdammt ich musste doch noch los ;)

Egal, dafür hatte ich schließlich trainiert. Den Berg nach dem Start ging gut hoch - ist ja auch kein Wunder, so toll wie man da angefeuert wurde. Auf der Geraden zum Capt’n Hook merkte ich, dass mein Mund sehr ausgetrocknet war. Aber da ich das auch schon ein-, zweimal im Training auf längeren Strecken hatte, habe ich ich das nicht all zu ernst genommen. Dann ging’s die Berge hoch, an ein paar Einzelstartern vorbei. Nebenbei noch gelächelt für’s Foto :) Oben gab’s Getränke, aber jetzt trinken, …. nööööö. Das kostet doch alles Zeit ;) Ok, weiter geht’s runter zum Schafstall - nächstes Foto.

Nach dem Schafstall werde ich doch tatsächlich noch von einen überholt und das wo ich so schnell unterwegs bin?! Hätte ich mal gleich auf meine Uhr gesehen, dann wäre ich wenigstens stutzig geworden, warum ich langsamer als im Training unterwegs war. Aber vom Gefühl her stimmte die Geschwindigkeit (ich fühlte mich doch so schnell :( )und hatte keinen Grund auf die Uhr zu sehen und mich womöglich abzulenken und langsamer zu werden.

Beim nächsten Getränkestand lehnte ich wieder dankend die angebotenen Getränke ab. Wer braucht schon für die restlichen 2,5km was zu trinken? Weiter gings runter zum alten Strand und wieder hoch zum Weg. Jetzt nur noch das Stückchen rum und ich bin im Ziel, dachte ich noch in an der Stelle.

Jetzt wird’s ein biss’l bruchstückhaft. Ich kann mich noch an das 1km Schild erinnern, dann an den Graben vorm Ziel und an das Piepsen vom Zeitchip nach 40 Minuten und 45 Sekunden. Das nächste was ich dann wieder weiß, ist dass ich im Dreck sitze und später auch noch liege. Um’s kurz zu machen - ich war völlig dehydriert, was dann meinen Kreislauf etwas zusammenbrechen hat lassen.

Ist ein sehr komisches Gefühl danach. Man sieht zwar alles klar, aber es wirkt total verzehrt, so dass man altbekannte Sachen nicht wiedererkennt. Deshalb fühlte ich mich wahrscheinlich auch so wahnsinnig schnell unterwegs.

Außer einen Sonnenbrand ist aber nicht’s hängengeblieben ;)

Das nächste Mal wird alles besser. Tino macht kein extra Bergtraining und ich trinke mehr (und nehme mir vor allem auch was zu Trinken mit in die Wechselzone). Jürgen ist eine gute Zeit geschwommen und braucht das im nächsten Jahr nur nochmal zu wiederholen. :)

An dieser Stelle nochmal Gratulation an das Team Sport Wagus und ihren verdienten 3. Platz. Nächstes Mal krieg ich dich Marcel ;)

Team Sport Wagus

Alle Foto von der O-See Challenge findet ihr hier!

[UPDATE 25.08.2006]

Tino und Jürgen haben die Staffelergebnisse in eine Exceltabelle gepackt.


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5 Antworten zu “O-See Challenge 2006 Rückblick (Update)”

  1. Nächstes Jahr werde ich wohl zeitnah vorher schon mal die Strecke abfahren… Nochmal passiert mir das nicht… ;)

    Weiterhin finde ich die Idee mit den Trainingstriathlons auch gut. Da muss ich mir aber wohl noch nen Zeitfahrlenker fürs Rennrad kaufen! ;)

    Eingetragen am 24. August 2006 um 21:03
  2. Was bringt so ein Zeitfahrlenker außer einer anderen Körperhaltung?

    Eingetragen am 25. August 2006 um 07:24
  3. @Thomas: 1. besseren Luftwiederstand 2. entspannteres Sitzen/Liegen auf dem Rad bei längeren Strecken

    Habe aber so ein Ding noch nicht benutzt…

    Jürgen wollte mir auch noch einen Zeitfahrhelm einreden! :D

    Eingetragen am 25. August 2006 um 10:41
  4. Einen Zeitfahrhelm? Sind das diese futuristischen Dinger?

    Eingetragen am 25. August 2006 um 10:44
  5. Eingetragen am 25. August 2006 um 11:28

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