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Heut früh ging es mal wieder gegen um fünf mit den Fahrrad auf Arbeit. Von Zittau nach Löbau, etwa 34 Kilometer. Sah am Anfang sehr idyllisch aus
Als ich auf der anderen Seite vom Kottmar war, wurde es richtig neblig. Kleiner Luv/Lee Effekt würd ich mal sagen – der Wind kam mit ich mich recht entsinne aus Norden und somit staute sich der Nebel auf der nördlichen Seite und im Süden dagegen war’s bis auf die hohe Bewölkung klar.
Nach der Arbeit gegen 16 Uhr ging es dann wieder zurück nach Zittau. Sah erst recht gut aus bei, laut Fahrradcomputer, 31,4 Grad. Obercunnersdorf hoch sah man dann Richtung Südost dunkle Wolken, aber es sah nicht bedrohlich aus. Als ich wieder den höchsten Punkt überquert und nach Ruppersdorf runter fuhr, sah ich die ersten Blitze. Da es erst schien, als ob das Gewitter Richtung Westen abzieht, war mein Plan wenigstens bis zur Birkenmühle in Oderwitz zu kommen. Dann ging’s hoch nach Ninive, spätestens ab da war mir klar, dass das nichts mehr wird. Ich hatte zum Glück den Schlüssel von Omas Haus in Eibau mit. Der neue Plan war also so schnell wie möglich nach Eibau zu kommen. Dazu musste ich von Ninive direkt rüber nach Oderwitz. Das Gewitter breitete sich nun immer schneller aus – es begann neben den Blitzen direkt vor mir, auch noch links neben mir zu blitzen. Das motivierte mich immer mehr in die Pedale zu treten. Zwischendurch sah ich einen … hmmm … ich nenn ihn mal “Dreifach-Blitz” – also ein Blitz der dreimal kurz hintereinander in die scheinbar gleiche Stelle eingeschlagen ist. Erinnerungen an den Film “Krieg der Welten” kamen hoch
Bei Zwar (Oderwitz) gab’s dann den ersten sehr nahen Blitz. Aber wenigsten war ich jetzt zwischen den Häusern unterwegs. Fünf Minuten später hatte ich es geschafft und war in Eibau. Keine Minute zu früh. So viel Naheinschläge hintereinander hab ich noch nicht erlebt.
Aus dem Haus heraus hab ich dann drei Videos vom Gewitter gemacht. Im ersten Video sind ein paar Blitze zu sehen und am Ende der einsetzende Hagel.
Da es den Regen und Hagel nun direkt in Haus rein drückte bin ich nach hinten gegangen und hab von da weiter gefilmt.
Nach geschätzten 20 Minuten war der Starkregen vorbei. Kurz mit den Nachbarn geredet und dann das Hochwasser in der Bach gefilmt.
Obwohl das Gewitter scheinbar weggezogen war, jedenfalls regnete es nicht mehr, gab es noch ganz paar kräftige und vor allem nahe Blitze. Deshalb musste ich noch ein biss’l warten bevor ich mich endlich wieder auf’s Fahrrad schwingen und die restliche Strecke nach Zittau fahren konnte. Der Fahrradcomputer zeigte nun nur noch 18 Grad an. 13 Grad weniger als vor dem Gewitter.
Ne halbe Stunde später war ich in Zittau. Hier war alles trocken.