Mist, ich brauch nen Plan B.

Hab seit der langen Laufrunde vorletzten Sonntag arge Problem mit der rechten Achillessehne. Nach einer langen Pause bin ich Donnerstag wieder 12km gelaufen, aber danach waren die Schmerzen wieder voll da.

Laut Internet sieht es nach einer Überlastung durch zu vieles Bergauflaufen aus. Da hilft nur Ruhe und eventuell alternative Trainingsmethoden. Deshalb ging es Sonntag mit dem Fahrrad 50km durch die Oberlausitz. Aber ob ein regelmäßiges Training mit dem Fahrrad mir helfen wird meine Leistung für den Gebirgslauf in zwei Wochen zu steigern oder wenigstens aufrecht zu erhalten kann ich noch nicht so richtig glauben. Na mal sehen, ob ich da noch was “reißen” kann.

Laut einem Artikel in den Schaumburger Nachrichten haben australische Forscher herausgefunden, dass es keine Beweise für irgendeine Leistungssteigerung oder Vorbeugung gegenüber Verletzungen mit Hi-Tech Laufschuhen gibt.

Dr. Craig Richards sagt, dass Laufschuhe, die zur Dämpfung und zum Schutz der Achillessehne entsprechend angepasst sind, nie in der Praxis, sondern nur unter Laborbedingungen getestet. Aus den Labortestergebnissen kann man aber keine Rückschlüsse zwischen der Verletzungsrate und der Nutzung von modernen Laufschuhen herstellen. Interessant dabei ist auch, dass nicht die Laufschuh Hersteller zur Nutzung von Hi-Tech Laufschuhen raten, sondern die Mediziner (englische Quelle).

Ich hab mal noch ein wenig im Internet gesucht und noch ein paar Quellen zusammengetragen:

Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Mein Problem ist, dass ich eigentlich auch der Überzeugung bin, dass man bei den Laufschuhen nicht sparen sollte um die Gelenke zu schonen – so wurde es mir jedenfalls seit Anfang an gesagt :) Dabei ist mir natürlich auch bewusst, dass man wenn möglich auch einige Laufeinheiten barfuß durchführen sollte. Aber diese sollten dann wenn möglich auf einen Rasen durchgeführt werden, um eben die Gelenke zu schonen.

Vielleicht ist das Problem auch wo anders zu suchen. Der Mensch in der modernen Zeit hat eigentlich immer Schuhe an, sobald er sich draußen bewegt. Durch diese Dämpfung sind die Muskeln, welche sonst für das Abfedern/Dämpfen verantwortlich sind nicht mehr so ausgeprägt/trainiert. Läuft man nun eine lange Einheit ohne die entsprechend dämpfenden Schuhe, könnte sich das schon negativ auf die Gelenke auswirken. Würde man langsam Richtung “Laufen ohne Dämpfung und Stützung” kann man bestimmt auch ohne Hi-Tech Laufschuhe klar kommen. Aber das sind nur Gedanken von mir ohne irgendwelche Fakten. Der Nike Free zeigt mir aber, dass auch Laufschuhersteller ähnliche Gedanken haben.

Was ist nun aber mit den Fehlstellungen der Füße, wie zum Beispiel die Pronation? Solche Fehlstellungen werden ja auch von modernen Laufschuhen ausgeglichen.

Was meint ihr zu der ganzen Geschichte?

Nach der Runde im Schnee letztes Wochenende, ging es diesen Sonntag raus auf eine  feuchte und graue Runde. Nix mit Sonne oder anderen Luxus. Vom Wetter her hätte man auf den Herbst tippen können, aber zusammen mit dem Zwitschern der Vögel erinnerte mich das irgendwie mehr an einen trüben Frühlingstag.

Die Laufrunde fing genauso, wie letzte Woche an. Also erst einmal hoch nach Oybin. Zwischen Olbersdorf und Oybin ging’s kurz durch den Wald – erst durch Pampe und dann über immer mehr Eis. Entweder man entschied über das Eis zu laufen und dadurch kaum vorwärts zu kommen oder am Wegesrand durch die Pampe. Das machte überhaupt keinen Spaß und bei der Teufelsmühle ging’s rüber zum Fußweg und von da an bewegte ich mich nur noch über befestigte Straßen oder Fußwege – die waren wenigstens frei von Eis.

Deshalb ging es diesmal von Oybin die Straße hoch auf den Hain und von dort oben aus wieder runter nach Jonsdorf. Danach bin ich über Berstdorf wieder zurück nach Zittau gelaufen. Unspektakulär, aber trotzdem ne schöne Runde.

Hier mal der visuelle Vergleich der Runden vom letzten und diesen Sonntag:

20km

Laufen Zittau 01.02.2009 Laufen Zittau 01.02.2009, Höhe - Zeit

23,5km

Laufen Zittau 08.02.2009 Laufen Zittau 08.02.2009, Höhe - Zeit

So, was mach ich nächsten Sonntag?

Hochwald von der Lausche aus (2005) Letzten Sonntag ging’s gleich nach dem Aufstehen raus zum Laufen. Die Temperatur lag so bei minus einem Grad und es lag etwas Neuschnee von letzter Nacht. Ideale Bedingungen also. Ein langer Lauf stand auf dem Plan. Das Wochenende zuvor ging’s 17 Kilometer um Zittau rum. Diesmal waren die Wege zum Glück nicht mehr so vereist. Es stand der Runde im Gebirge nichts mehr im Weg.

Da ich nicht wusste, ob meine Beine so lange Lust haben die Runde mitmachen, hab ich den direkten Weg nach Oybin gewählt. Also die Dorfstraße hoch nach Olbersdorf, rein in den Wald um direkt neben der Teufelsmühle raus zu kommen. Es lag zwar auch schon unten in Zittau Schnee, aber dort oben lag noch ne Menge mehr und es sah fantastisch aus. Weiter ging es dann direkt nach Oybin rein, den Weg zum Altersheim hoch um dann auf den Thomasweg zu gelangen.

An der Stelle hatte ich eine Begegnung mit einem Hund der anderen Art. Ich hab eigentlich noch nie Probleme mit Hunden gehabt und spiel auch mal gern mit ihnen. Beim Laufen ignoriere ich sie, dafür ignorieren sie mich meist auch komplett. Nicht so der Hund. Der kam auf mich zu gerannt, was mir in dem Moment auch noch nicht komisch vorkam … der wird sicherlich nur spielen wollen. Falsch gedacht, spielen wollte er dann doch nicht. Er entschied sich dafür mich anzuspringen und versuchte mich zu beißen. Zum Glück hatte ich aus irgendeinen Reflex heraus den Arm hochgerissen und so hing er nur an meinem Pullover. Der Pullover und das Funktionsshirt drunter haben jetzt ein Loch und ich zum Glück nur nen Kratzer am Bein.

Nach dieser Begegnung ging’s erst mal weiter den Thomasweg bis zum Stern hoch – Frust ablaufen ;)   Oben beim Stern musste ich erst kurz warten, um mich auf dem Weg nach Olbersdorf runter (Leipaer Straße?) einzureihen. Dort waren jede Menge Langläufer unterwegs. Die sind aber alle nur um den Jonsberg rum gefahren. Weiter runter ist mir keiner gefolgt. Nach drei Kilometern nur bergab ging’s dann beim Bahnhof Bertsdorf rüber zum “Getto” in Olberdorf und von da wieder zurück an den See. Die ganzen Hunde am See hab ich noch nie so bewusst wahrgenommen :D

Am Schluss standen 20 Kilometer und zwei kaputte Oberteile auf der Habenseite. Das Tempo war schön gemütlich mit 5:45 Minuten pro Kilometer. Mal sehen, wo’s das nächste Wochenende hingeht :)

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